Von Traumtoren und Schlaftabletten – Muri 3 gewinnt Freiämter Derby gegen Merenschwand

FC Muri 3 - FC Merenschwand 2:0 (1:0)

Muri 3 gewinnt auch das zweite und letzte Testspiel vor Meisterschaftsstart und schlägt den FC Merenschwand im Freiämter Derby mit 2:0.

Muri 3 gegen Merenschwand, der Klassiker unter den Freiämter Derbys. Auch wenn es an diesem Mittwochabend keine Punkte zu gewinnen gibt, hat diese Partie alles andere als Testspielcharakter. Schliesslich geht es um die Ehre.

Die Rollenverteilung ist klar. Muri muss, Merenschwand darf. Dies spiegelt sich in der ersten Halbzeit wider. Nachdem der Underdog aus Merenschwand in der Startviertelstunde wacker mithält, gewinnt Muri in der Folge allmählich Oberwasser, kommt zu einigen guten Chancen, lässt aber allesamt ungenutzt. Bis zur 30. Minute, als sich die Szene des Spiels ereignet. Tobias Stutzer bringt einen Eckball in den Merenschwander Strafraum. Der Ball segelt über die Köpfe von Freund und Feind hinweg. Doch als hätte er es geahnt, lauert ganz hinten im Strafraum Patrik Räber, richtet sich aus – und haut den Ball per Seitfallzieher ins Netz. Traumtor! 1:0 für den Favoriten. Beflügelt von dieser Aktion spielen die Murianer weiter zielstrebig nach vorne, schaffen es aber bis zum Pausenpfiff nicht, nachzudoppeln. «Wir spielen nicht schlecht, aber wir machen viel zu wenige Tore», sagt Muri-Coach Sandro Engel in der Halbzeit.

Tiefschlaf nach dem Seitenwechsel

Die Devise für die zweite Hälfte ist klar. Muri muss das zweite Tor suchen, den Sack zumachen. Doch es kommt ganz anders. Als hätte irgendwer den Murianern Schlaftabletten im Pausentee verabreicht, passt auf einmal gar nichts mehr zusammen. Muri zeigt in den ersten 15 Minuten nach der Pause Standfussball vom Feinsten, lässt in der eigenen Hälfte riesige Löcher ungestopft und ermöglicht den Gästen aus Merenschwand gleich mehrere Torchancen. Ein Quäntchen Glück und einige starke Aktionen von Muri-Schlussmann Kevin Meyer bewahren die Heimmannschaft in dieser Phase des Spiels vor dem Gegentreffer.

Entscheidung fällt erst spät

Erst nach gut 60 Minuten erwachen die Murianer allmählich aus dem Tiefschlaf und beginnen wieder mit Fussballspielen. Da Merenschwand hinten aufmacht, tun sich den Platzherren in der Offensive Räume auf. Andrin Etterlin hat in der 65. Minute das 2:0 auf dem Fuss, schliesst aber zu überhastet ab. Fünf Minuten später macht Joel Fankhauser das Gegenteil und zögert in guter Position zu lange mit seinem Schuss. Erst zehn Minuten vor Abpfiff fällt die Entscheidung. Nach starker Vorarbeit von Manu Wild steht Joel Fankhauer erneut am richtigen Ort – und macht diesmal alles richtig. Er schiebt den Ball gekonnt zum 2:0 an Merenschwand-Keeper Pielli vorbei. Es ist der Schlusspunkt eines Derbys, indem die Murianer mehr zittern mussten, als ihnen lieb war.

Doch letztlich ist es der erwartete Sieg. Muri erfüllt, wenn auch mit etwas Dusel, die Pflicht und gewinnt auch das zweite und letzte Testspiel vor dem Meisterschaftsstart. Der Fokus liegt nun auf dem kommenden Sonntag. Dann kommt es in Mellingen zum ersten Ernstkampf der Saison.

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