Endspiel um den Klassenerhalt

Meisterschaft, 1. Liga Classic

Muri vs. Münsingen

Die Spannung könnte nicht grösser sein. Am letzten Spieltag entscheidet es sich, ob der FC Muri in der 1. Liga classic bleibt oder nach einer Saison wieder den Gang in die 2. Liga interregional antreten muss. Auf der Brühl plant man trotz dieser Ungewissheit bereits für die nächste Saison.

Der FC Muri hat geschafft, was ihm zur Winterpause kaum jemand noch zugetraut hätte. Damals waren die Freiämter mit neun Punkten abgeschlagen Schlusslicht. «Da können wir schon stolz sein, was das Team in der Rückrunde erreicht hat», sagt Sportchef Yanick Hofer.

Nach dem 5:4-Sieg in Langenthal hat Muri vor dem Heimspiel gegen Münsingen den Klassenerhalt in den eigenen Füssen. Die Freiämter sind nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Bei einem Sieg gegen die Berner ist der Klassenerhalt Tatsache. Selbst wenn Verfolger Emmenbrücke die Murianer noch überholen sollte, wäre aber nicht alles verloren. Muri muss mehr Punkte haben, als die zweitletzten der anderen beiden Gruppen. Dann reicht es als bester Zweitletzter immer noch zum Klassenerhalt. Auch dafür ist die Ausgangslage für die Murianer mit ihren 29 Punkten gut. Concordia Lausanne (27 Punkte) und der FC Uzwil (28 Punkte) müssen dafür in ihren letzten Partien erstmal punkten, um den Klosterdörflern gefährlich werden zu können.

Sieben Spieler fix

Dass noch unklar ist, in welcher Liga der FC Muri in der kommenden Saison spielt, erschwert aber die Planung. Trotzdem konnten die Murianer schon einige Personalfragen klären. Trainer Piu wechselt zum FC Wohlen. Für ihn kommt Luca Ferricchio vom FC Dübendorf. Kastriot Tafa wird voraussichtlich bis Winter als Assistenztrainer bleiben. Unter Umständen auch länger. Mit dem anderen Co-Trainer Peter Lang, Goalietrainer Björn Scheuber und Masseur Rolf Küng werden die Gespräche demnächst geführt. «Möglich ist auch, dass Luca jemanden von seinem Trainerstaff aus Dübendorf mitbringt», sagt Hofer.

Bei den Spielern sind auch die ersten Vertragsverlängerungen bekannt. Yannik Wiget, Miguel Ferreira, Jan Burkard, Rafael Freitas Ferreira und Luca Passerini bleiben alle. B-Junior Tom Singenberger wird definitiv ins Fanionteam hochgezogen. Dazu kommt Michael Iloski vom FC Sarmenstorf zurück. Mit Diego Zoller gibt es allerdings auch einen schmerzhaften Abgang zu vermelden. Der 28-Jährige geht zum FC Thalwil in die 2. Liga interregional. «Das ist schon schmerzhaft. Er gehört zu unseren wichtigsten Spielern», so Hofer. Zoller will als Spieler etwas kürzertreten und sich seiner Trainerausbildung widmen. Dazu gehört, dass er auch ein Juniorenteam coachen darf. Diese Möglichkeit hätte ihm Muri auch geboten. Der FC Thalwil hat allerdings mit Trainer Artur Petrosyan einen Trumpf in der Hand, gegen den die Murianer chancenlos waren. Der Armenier war lange Zeit Zollers Trainer in der U21 des FC Zürich. «Ich verstehe Diego voll und er hat sehr fair mit uns kommuniziert. Seine spielerischen Qualitäten werden uns aber fehlen.»

Aus den Fehlern des Vorjahres gelernt

Die Murianer haben aber auch potenzielle Nachfolger auf dem Radar. «Ausserdem werden uns sicher ein, zwei Spieler noch von sich aus verlassen. Mit einigen wollen wir auch nicht mehr weitermachen. All das wird aber konkreter, sobald klar ist, in welcher Liga wir spielen.»

Der Sportchef garantiert, dass es aber so ein Szenario, wie vergangene Saison, als 13 Spieler Muri verliessen, nicht mehr geben wird. «Damals waren Präsident Michael Stadelmann und ich auch etwas naiv. Wir haben uns auf mündliche Zusagen verlassen, die teilweise dann doch nicht eingehalten wurden. Diese Fehler passieren uns nicht mehr.» Dass Stadelmann bis Ende der letzten Saison und Hofer gar bis zur Winterpause neben ihren Vorstandsaufgaben selbst noch gespielt haben, war sicher ein erschwerender Faktor. Umso spannender wäre es zu sehen, wie sich der FC Muri in der 1. Liga classic schlagen kann, wenn die Vorbereitung und Planung in Ruhe durchgeführt werden und sich Präsident und Sportchef darauf fokussieren können. Damit es so weit kommt, braucht das Team einen Erfolg im Endspiel um den Klassenerhalt.

Der Freiämter – Josip Lasic

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