Ein Mann von Leidenschaft getrieben

Erich Vogel zu Gast beim Gönnerverein/Club 50 des FC Muri

Am vergangenen Dienstag war im Saal des Hotel Ochsen in Muri ein grosser Name zu Gast. Erich Vogel gab Einblick in die Welt des Profi-Fussballs.

Eine grosse Anzahl von Club 50-Mitgliedern, Sponsoren und Freunden des FC Muri folgten am Dienstagmittag der Einladung zum dritten Anlass des Gönnervereins/Club 50 des FC Muri in diesem Jahr. Peter Nietlispach, Obmann des Club 50, gab darüber bei der Begrüssung seiner Freude Ausdruck. Er nahm die Gelegenheit wahr und gratulierte dem Verein, vertreten durch Präsident Erich Probst, zur soeben erhaltenen Auszeichnung zum vorbildlichsten Verein im Aargau.

Es gibt kein Erfolgsrezept
Im Mittelpunkt des Anlasses stand natürlich klar der von Oliver Stöckli geführte Diskussions-Talk mit Erich Vogel. Wer kennt ihn nicht? Erich Vogel hat sich als ehemaliger Trainer, Manager und Vizepräsident beim Grasshopper Club Zürich einen Namen gemacht. Er ist ein profunder Kenner des Schweizer Profi-Fussballs. Auf die Frage nach seinem Erfolgsrezept kam die Antwort sofort und bestimmt: «Das können Sie streichen. Es gibt kein Erfolgsrezept, und zwar im ganzen Leben nicht.» Vogel gab deutlich zu verstehen, dass man die Menschen kennen müsse, dass jeder Verein eine andere Kultur habe und dass die Anpassungsfähigkeit entscheidend sei. Erich Vogel hat ja in seiner Karriere wahrlich manch Hoch und Tief erlebt. Er stand im Rampenlicht und musste mit schwierigen Situationen umgehen. Lebendig, humorvoll und mit viel Lebenserfahrung wusste er davon zu berichten – natürlich auch von jenem Moment, als er im September 2014 wegen Gehilfenschaft zu versuchter Erpressung in Untersuchungshaft geriet. Aber Erich Vogel wäre nicht Erich Vogel, wenn er nicht auch mit dieser Situation zurechtgekommen wäre.

Das Gespür für das Fussballtalent
Zum Thema «Geld im Fussball» meinte Vogel: «Der Zenit ist noch nicht überschritten. Die Vereinsbudgets, Transfersummen sowie die Gehälter der Spieler werden noch weiter steigen.» Dies werde aber auch eine asoziale Entwicklung des Profi-Fussballs mit sich bringen. Vogel bedauert dies und sieht den «ehrlichen» Fussball klar im Amateurbereich. Er ist überzeugt vom hohen Stellenwert, vor allem in der Jugendarbeit. Eine grosse Qualität von Erich Vogel war und ist sicher sein Gespür und Auge für das Fussballtalent. In eindrücklichen Worten beschrieb er, worauf er sein Augenmerk beim Beobachten und Auswählen von jungen Talenten setzt. Es sind dies mentale Qualitäten, Spielintelligenz, Technik und Taktik. «Dazu kommen Lernfähigkeit und Lernwille, die Persönlichkeit sowie die Bereitschaft zur Integration – Fussball ist und bleibt ein Mannschaftssport.» Ja, es war deutlich zu spüren, Erich Vogel ist auch mit bald 80 Jahren ein von Leidenschaft getriebener Mensch, der nicht müde wird, sich für den Fussball zu engagieren. Und es soll nicht unerwähnt bleiben, dass er auf sein Honorar für diesen Anlass beim Gönnerverein/Club 50 des FC
Muri verzichtet hat und stattdessen dem Behindertensport Aargau ein Betrag von 700 Franken gespendet wird. Anschliessend wurde bei einem feinen Mittagessen aus der Ochsen-Küche rege diskutiert – aber nicht nur über Fussball, denn der Gönnerverein/Club 50 des FC Muri legt auch grossen Wert auf die Pflege von Freundschaften und freut sich auf weitere Mitglieder.

Therese Kron – Der Freiämter

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