Der nächste Tiefschlag

Meisterschaft, 1. Liga Classic

Muri vs. Concordia Basel 1-5 (0-4)

Auch gegen Concordia Basel sieht der FC Muri kein Land. Sportchef Yanick Hofer sagt: «Wir müssen anfangen, hässlicher, aber dafür effizienter zu spielen.»

Kaum hat das Heimspiel des FC Muri gegen Concordia Basel begonnen, war es eigentlich auch schon vorbei. Die erste Grosschance haben die Gäste bereits nach einer Minute. Diese nutzen sie zwar nicht. Dafür klingelt es in der 5. und 13. Minute im Kasten der Freiämter. 0:2 hinten und noch keine Viertelstunde gespielt. Bei der aktuellen mentalen Verfassung der Murianer war klar, dass das nur schwer hinzubiegen sein wird. «Es waren vor allem einfache und dumme Gegentore, die wir da zugelassen haben», sagt Yanick Hofer, Sportchef und Goalie der Murianer in Personalunion. «Wenn im Juniorenspitzenfussball jemand solche Fehler macht, wie sie uns aktuell unterlaufen, wird er am Ende der Saison aussortiert.»

Danach fangen sich die Freiämter. Bis zur 37. Minute. Genti Ajdari rutscht weg, der Gegenspieler kommt zum Torschuss. 0:3. Drei Minuten später kommt es zum Missverständnis zwischen Hofer und Abwehrchef Belmin Mrkonja. 0:4. «Das 0:3 ist ein Sonntagsschuss, den der Gegenspieler aber wirklich sensationell verwandelt. Aktuell läuft nicht viel für uns.»

Hofer mit Verletzung

In der Kabine raufen sich die Murianer noch einmal zusammen und wollen die Partie anständig zu Ende bringen. Das gelingt ihnen soweit auch. Noah Bachmann trifft in der 75. Minute zum 1:4. In der 83. Minute kommt Concordia zu einem Penalty, der zum 1:5-Schlussstand verwandelt wird. Trotz besserer zweiter Hälfte bleibt aber ein Murianer Wermutstropfen. Goalie Yanick Hofer muss in der Pause verletzt raus. «Ich habe schon länger Beschwerden in den Aduktoren. Im Spiel gegen die Black Stars Basel habe ich einen Schlag bekommen. Seither ist das Ganze wieder schlimmer. Die Schmerzen waren so unerträglich, dass ich rausmusste.»

Der Keeper muss sich einem MRI unterziehen. Danach wird klar sein, wie lange er ausfällt. Keine guten Nachrichten für die ohnehin gebeutelten Murianer.

Einstellung muss wieder besser werden

Besonders bitter: Die 1:5-Klatsche gab es gegen einen Mitaufsteiger. Hofer: «Mit Ausnahme von Dornach sind wir finanziell nicht in der Lage, mit den anderen Aufsteigern mitzuhalten. Das wussten wir aber vorher schon. Mit Willen lässt sich das aber kompensieren. Das Problem ist, dass dieser Wille, diese Einstellung aktuell nicht bei allen da ist.»

Der Erfolg der Murianer war laut dem Sportchef in den letzten Jahren auch dem starken Teamgeist geschuldet. Viele Spieler, die dafür verantwortlich waren, wie Michael Hohl, Michael Stadelmann, Reto Brügger oder Loris Völker, haben den Verein im Sommer verlassen. «Ausserdem wollen wir alles spielerisch lösen. Das gelingt uns bisher aber nicht. Wir müssen vielleicht mal etwas hässlicher, aber dafür effizienter spielen. Den Ball wegschlagen, einen langen Ball in die Spitze spielen. Wir müssen etwas ändern, sonst kommen wir aus dieser Spirale nicht raus.» Dazu gehört, auch mal ein Zeichen auf dem Feld zu setzen. Die Murianer sind aktuell eine der fairsten Mannschaften der Liga. «Das ist ja gut. Aber davon können wir uns nichts kaufen. Wir müssen vielleicht mal in den ersten Minuten härter in die Zweikämpfe gehen. Aktuell merken uns die Gegner an, wie verunsichert wir sind. Dem müssen wir entgegenwirken.» Nicht zuletzt hofft Hofer auch darauf, dass die Mannschaft Lehren aus den bisherigen Spielen zieht. «Im Gegensatz zur 2. Liga interregional werden wir jetzt in der 1. Liga für jeden Fehler gnadenlos bestraft.»

Ein wenig Hoffnung hat der Sportchef, dass sich viele dieser Dinge ein wenig einpendeln, wenn das Team zurück auf der heimischen Brühl ist und dort spielen kann, statt im Exil in Sins. «Bis dahin dürfen wir aber trotz allem nicht den Optimismus verlieren. Wir haben zwar kaum Punkte geholt, aber die drei Spiele gegen Rotkreuz, Dornach und Bassecourt waren vergleichsweise okay von uns. Wir wissen, dass wir die Leistung theoretisch bringen können. Darauf müssen wir aufbauen.»

Der Freiämter – Josip Lasic

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