Vorbereitungsstart beim FC Muri

Das erste Testspiel des FC Muri musste abgesagt werden. Trotzdem gibt es zum Vorbereitungsstart einiges zu vermelden aus dem Lager der Klosterdörfler. Darunter der Abgang eines Goalgetters und der Neuzugang eines Nationalspielers.

Sie haben alles versucht, versichert Muri-Trainer Luca Ferricchio. Täglich hat man in der ersten Trainingswoche der Murianer Schnee geschaufelt und versucht, den Fussballplatz freizubekommen. «Er war aber an einigen Stellen auch gefroren. Es war zu heikel, auf diesem Feld zu spielen.» Das erste Testspiel des FC Muri gegen Freienbach vom vergangenen Samstag musste deshalb abgesagt werden.

Halb so wild. Morgen Mittwoch, 19.30 Uhr, spielen die Murianer auswärts gegen die U21 des FC Zürich. Am Samstag, 13 Uhr, sind dann die Kickers Luzern in Muri zu Gast. Die Klosterdörfler werden also noch genug testen können in dieser Woche. «Und das Schneeschaufeln war ein gutes Aufwärmtraining», so der Trainer.

Vier Zugänge, fünf Abgänge

Mit dabei war einer, den man normalerweise eher im Sand als im Schnee sieht. Silvano Kessler, Goalie der Schweizer Beachsoccer-Nationalmannschaft, ist neuer Torwart beim FC Muri. Der 28-Jährige kommt von Red Star Zürich und ist die Reaktion darauf, dass die beiden Goalies Dejan Grmaca und Maksym Parshykov den Verein verlassen. «Ich weiss nicht, wohin Grmaca geht. Parshykov versucht, im Ausland irgendwo im Profibereich unterzukommen. Jedenfalls mussten wir reagieren.» Der 17-jährige Murianer Bryan Huber wird ausserdem vom FC Aarau als weiterer Goalie ausgeliehen.

Es gibt daneben weitere Abgänge bei den Klosterdörflern. Florian Weber wechselt zum FC Turgi. Nikola Maksimovic legt eine Fussballpause ein. Und Topskorer Mateus Rodrigues zieht es zurück nach Portugal. Der Brasilianer, der sieben Tore in der Meisterschaft und zwei weitere in der Cup-Qualifikation erzielt hat, hatte nur einen Vertrag bis zur Winterpause. «Es war finanziell nicht möglich, ihn zu halten», sagt der Trainer. Aber auch auf diese Abgänge reagiert man beim FC Muri. Von Ferricchios Ex-Club Dübendorf kommen gleich zwei Spieler. Offensivmann Adilj Sejdiji wurde beim FC Winterthur ausgebildet und hat ebenso Erfahrung in der 1. Liga classic wie Defensivspieler Enit Sadiku, der beim FC Zürich ausgebildet wurde und für die Zürcher sogar schon einmal in der Super League auf laufen durfte. «Ich bin froh, dass wir zwei so erfahrene Spieler dazugewinnen konnten», sagt Ferricchio. «Gerade der Abgang von Mateus Rodrigues tut uns doch weh.» Aktuell fehlt den Murianern auch Marko Bicvic, der sich einer Hüftoperation unterziehen musste. Dafür trainieren momentan noch zwei Testspieler mit der Mannschaft mit.

Trainingslager in Spanien

Am 11. Februar geht es für die Murianer ins Trainingslager nach Marbella. Zuvor werden sie neben den Duellen gegen Zürich U21 und Kickers Luzern noch gegen Winterthur U21 (Samstag, 27. Januar, 13 Uhr, Brühl), Gontenschwil (Samstag, 3. Februar, 13 Uhr, Brühl) und Cham II (Mittwoch, 7. Februar, 19.30 Uhr, Brühl) testen. Auch im Trainingslager ist ein Vorbereitungsspiel geplant. Am Mittwoch, 21. Februar, 20 Uhr, findet dann auf der Brühl gegen Buochs das letzte Duell der Vorbereitung statt. Am Sonntag, 25. Februar, 14.30 Uhr, empfängt Muri dann den FC Wohlen zum Start in die zweite Meisterschaftshälfte. «Es wird hart, gleich mit dem Derby zu beginnen, aber dann wissen wir gleich, wo wir stehen.»

Ferricchio ist bewusst, dass sein Team noch einmal Vollgas geben muss, um den Klassenerhalt zu schaffen. «Die Rückrunde wird den Jungs alles abverlangen. Aber wir sind zuversichtlich.»

Medienberichte

Berichte

,

Wo der Präsi mittrainiert

Dass ein Vereinspräsident mit ins Trainingslager kommt, ist für Muri-Trainer Luca Ferricchio nichts Unbekanntes. «Dass er mittrainiert, ist hingegen eine Premiere für mich», berichtet der 40-Jährige. Tatsächlich war Michael Stadelmann…
weiterlesen