Viele Tore im Rivalen-Duell

Freundschaftsspiel

Wohlen - Muri 6-3 (2-1)

Der FC Wohlen und der FC Muri liefern sich ein munteres Testspiel. Der Oberklassige siegt 6:3. Wenn Wohlen auf Muri trifft, ist es immer mehr als «nur» ein Testspiel. Die Rivalität der beiden Vereine ist spürbar. So ist vor allem die erste Halbzeit enorm umkämpft und es gibt hitzige Zweikämpfe. Beide Teams zeigen in der Offensive starke Ansätze und in der Defensive gewisse Mängel.

Mehr als ein Testspiel

Der FC Wohlen bezwingt in einem Vorbereitungsspiel den FC Muri mit 6:3 (2:1)

Man sehnt sich nach Fussball-Alltag. 250 Zuschauer wollen in den Niedermatten den Freiämter Klassiker zwischen Wohlen und Muri sehen. Das Spiel ist ein Torspektakel. Während Muri-Trainer Piu zufrieden ist, bemängelt Wohlen-Coach Thomas Jent die fehlende Solidarität.

Von Stefan Sprenger – Der Freiämter

Ein Testspiel mit Zündstoff. Besonders in der ersten Halbzeit gibt es viele hitzige Zweikämpfe und grenzwertige Fouls. Die beiden Teams treten zum Start in aktueller Bestbesetzung an. Die Fifa-Schiedsrichterin Michèle Schmölzer aus Niederwil hat jedenfalls viel zu tun. Der FC Muri zeigt sich sehr motiviert und willig. «Die Jungs haben grösstenteils das umgesetzt, was ich mir vorgestellt habe», meint Muri-Trainer Piu. Die Wohler dagegen kicken teilweise behäbig. «Der FC Muri hat definitiv mehr Willen und Leidenschaft gezeigt», kritisiert FC-Wohlen-Trainer Thomas Jent. «Bei uns fehlte die Solidarität auf dem Platz, nicht jeder hat alles reingeworfen, was er hat. Damit dürfen wir nicht zufrieden sein», so Jent weiter. Trotzdem reicht es für die Wohler zu einem ungefährdeten Sieg.

Der FC Wohlen ist spielbestimmend. Nach 27 Minuten trifft Valdimiro Quinjinca mit einem Schlenzer zur Führung für die Niedermatten-Kicker. Fünf Minuten später trifft Luigj Milicaj, ein Ex-Murianer, zum 2:0 für den FC Wohlen. Vor dem Seitenwechsel skort Testspieler Lucas Klysmann den Anschluss für Muri (2:1). In den ersten 45 Minuten dominiert Wohlen zwar, aber die Murianer halten stark dagegen.

FCW geht nicht ans Limit

Die Klosterdörfler leisten sich teilweise grobe Schnitzer in der Defensive, die auf die vielen Wechsel zurückzuführen sind. Dafür trumpft Muri auf mit Willen, Leidenschaft und totalem Einsatz. Die Wohler lassen diese Dinge etwas vermissen. «Ja, ja, es reicht dann schon gegen den Unterklassigen», beschreibt FCW-Trainer Jent die Einstellung seiner Spieler. «Wir sind nicht ans Limit gegangen. Wir sollen aber gegen jeden Gegner gleich spielen und gleich viel Leidenschaft und Einsatz zeigen.» Gegen höherklassige Gegner funktioniere dies gut, wie zuletzt beim 3:2-Sieg gegen den FC Tuggen, einem Topteam aus der anderen 1.-Liga-Gruppe.

Jent erkannte einige Baustellen im Team. Der Ball wurde zu lange geführt, es wurde zu wenig in die Tiefe gespielt und defensiv stand der FCW nicht kompakt. «Trotzdem: Wir sind auf dem richtigen Weg. Es gab auch viele gute Dinge», so Jent.

Slapstick-Szene

Zur Halbzeit wechselt Muri sieben neue Spieler ein. Total 18 Mann kommen bei Muri zum Einsatz. Bei Wohlen sind es nur 13. Einige gewichtige Namen fehlen. Marko Muslin, Vilson Doda, Nikola Bozic, Florian Weber und Batuhan Karadeniz sind im Urlaub. Momo Seferi und Luyi Lugo sind angeschlagen. Die Wohler zeigen aber ihre grösste Stärke eindrucksvoll. Ihr offensiver Spielwitz und ihr riesiger Drang aufs Tor. In der 55. Minute erhöht Thomas Schiavano auf 3:1.

Es folgt die Slapstick-Szene der Partie. 62. Minute: Schiavano erläuft einen missratenen Rückpass der Murianer und trifft nur den Pfosten. Der Ball landet bei Gianluca Calbucci, der von einem Murianer umgesäbelt wird – Penalty. Edison Golaj will schiessen. Doch sein schwach getretener Elfmeter wird pariert. Schiavano zeigt Minuten später, dass er weiss, wo die Kiste steht. Mit einem schönen Distanzschuss erhöht er auf 4:1.

Nun folgt munteres Toreschiessen auf den Niedermatten. In der 71. Minute läuft Muris Nedim Brzina alleine auf FCW-Keeper Luca Thaler und versenkt souverän zum 4:2. Esad Balaj erhöht für Wohlen wieder auf 5:2 (80.). In den Schlussminuten trifft Muris Loris Völker nach einer Standartsituation zum 5:3. Für den Schlusspunkt sorgt dann Ronny Minkwitz. Der Ex-Murianer versucht sich erst mit dem Kopf – doch der 1,73 m grosse Offensivspieler scheitert. Mit dem Fuss klappts besser. 6:3. Endstand.

Wohlen testet am Freitag, Muri am Samstag

Muri-Trainer Piu hat allen Spielern Einsatzzeit gegeben. «Für die Jungen ist das wichtig, um Erfahrungen zu sammeln. Und sie verdienen ihre Chance», so Piu, der viel ausprobierte in diesem Testkick. «In der ersten Halbzeit hat man die gesunde Rivalität zwischen Wohlen und Muri gespürt. Mein Team hat Leidenschaft und Wille gezeigt. Es war ein guter Test.» So ist Piu trotz Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Der FC Muri bestreitet morgen Samstag (11 Uhr) zu Hause gegen den FC Emmenbrücke erneut ein Testspiel.

«Daran müssen wir arbeiten»

FC-Wohlen-Trainer Thomas Jent sagt: «Wir hatten viele Absenzen und wurden im Verlauf des Spiels müde. Ich habe viele gute Dinge gesehen, aber auch vieles, das nicht gut war. Das Schlimmste war die fehlende Solidarität auf dem Platz. Daran müssen wir unbedingt arbeiten.» Die nächste Chance darauf bietet sich heute Freitag (Niedermatten, 19.30 Uhr) gegen Linth 04. Einem 1.-Liga-Team aus der Ostschweiz.

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