Muri ein zu guter Gastgeber

Meisterschaft, 2. Liga interregional

Muri – Rotkreuz 0:2 (0:2)

Bereits vor der Partie verteilte der FC Muri artig Geschenke an seine ehemaligen Mitspieler, die jetzt für Rotkreuz auflaufen. Und mit den Geschenken ging es auch während der Partie weiter. Von Alexander Wagner

Zuerst verabschiedete der FC Muri den ehemaligen Trainer Miodrag Dedic. Danach kamen der Ex-Wohler Marko Bicvic, Belmin Mrkonja und Dejan Gramac an die Reihe, die mittlerweile alle auf der anderen Seite für den Gegner aus Rotkreuz spielen. Dabei wurden artig Geschenke verteilt an den Aufstiegsaspiranten.

Tor aus 40 Metern, trotzdem kein Vorwurf an Goalie Hofer

Der Gastgeber hatte zwar die erste Chance, der Abschluss streifte leicht den Aussenpfosten. Danach war Rotkreuz an der Reihe. Nach nur sechs Minuten kassiert Muri den ersten Gegentreffer. Nur vier Zeigerumdrehungen später stand Goalie Yanick Hofer sehr weit vor seinem Kasten. «Doch ich mache ihm keinen Vorwurf», betont Muris Trainer Piu. Denn er verlangt von seinem Keeper, dass er hoch steht und wenn es nötig wird, auch als Libero agieren kann. Auf jeden Fall sass der Sonntagsschuss aus knapp 40 Metern und der Lobball senkte sich erneut in die Maschen. 0:2. «Wir dürfen einen Gegner mit so viel Qualität aber auch nicht so einladen zum Schiessen», ärgert sich Piu. Es ging weiter mit den schlechten Nachrichten, noch vor der Pause verletzte sich Stürmer Sandro Ravelli und musste verletzt hinaus.

Trainer Piu schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, auf jeden Fall wirkten die Murianer deutlich agiler, aggressiver und diktierten das Spiel. Genau wie auch er mehr und lautere Anweisungen gab. Aber insgesamt war es zu ruhig auf dem Platz. «Das stimmt, wir brauchen noch mehr Kommunikation auf dem Feld», gibt der neue Trainer zu. Nach knapp einer Stunde bot sich Muri die wohl beste Gelegenheit auf den Anschlusstreffer: Doch Simone Parente brachte den Ball vom Penaltypunkt aus nicht an Goalie Hönger von Rotkreuz vorbei. Kurz danach knallte der Ball ans Aluminium, statt in den Maschen zu verschwinden. Jedes Mal kann Muri einen Zweitorerückstand wie im Auftaktspiel eben nicht drehen.

Präsident Michael Stadelmann schaute sich das Geschehen zuerst von der Bank aus an, wurde später eingewechselt. Doch auch er konnte das Steuer nicht mehr herumreissen. «Wir machen einfach zu viele dumme Fehler», bleibt er selbstkritisch. Trotzdem ist er mit dem Beginn der neuen Saison nicht unzufrieden. «Wir hatten noch nie einen makellosen Start», meint er grinsend. Sandro Streuli lief fast 14 Jahre für den FC Baden auf, jetzt steigt er in die elfte Saison mit Muri. «Wir machen zu viele Eigenfehler», haut er in die gleiche Kerbe wie sein Präsident und sein Trainer. «Aber wir hatten auch zu wenig Geduld. Sie haben abgewartet und dann gnadenlos zugeschlagen», analysiert der 33-Jährige die Partie treffend.

Am Mittwoch gegen Schöftland

Lange können sich die Murianer nicht über die Niederlage grämen. Heute Dienstag findet das einzige Training statt, in welchem gleichzeitig die Partie gegen Rotkreuz analysiert werden sollte und die Vorbereitung auf das Derby beginnt. Bereits morgen Mittwoch (20 Uhr) steht die nächste Partie auswärts gegen den SC Schöftland auf dem Programm. Ob Ravelli auflaufen kann, ist genauso fraglich wie Bruno Justino, der mit vier Stichen am Fuss genäht werden musste und gegen Rotkreuz gar nicht ins Geschehen eingreifen konnte. Egal wer im Derby in Schöftland aufläuft, auf jeden Fall dürfen die Murianer nicht mehr so viele Geschenke verteilen. Denn gegen Rotkreuz waren sie eindeutig ein zu guter und zu freundlicher Gastgeber.

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