Letztes Spiel mit 27 Jahren

Meisterschaft, 1. Liga Classic

Neuchatel Xamax U21 - FC Muri

Das letzte Spiel vor der Winterpause ist auch das letzte Spiel für zwei FC-Muri-Akteure. Neben Goalie Yanick Hofer beendet auch Offensivspieler Basil Gmür seine Karriere. Ein gewichtiger Abgang für die Murianer.

Basil Gmür ist erst 27Jahre alt. Und doch wird das Spiel gegen die U21 von Neuchâtel Xamax sein letztes. Warum? «Neben dem Studium und der Arbeit ist es schwierig, sich terminlich so zu verpflichten, dass ich an jedem Training dabei sein kann. Und wenn ich spiele, will ich auf dem Niveau Leistung bringen können. Sonst lasse ich es lieber.»

Sein Pensum ist in der Tat intensiv. Gmür wohnt in Aarau. Für sein Sport-Management-Studium ist er zwei Tage die Woche in Chur. Als Geschäftsführer der IG Sport Aargau ist sein Arbeitsplatz die Go Easy Arena in Siggenthal. Dazu kommen Trainings in Muri. «Mein GA lohnt sich», sagt er mit einem Augenzwinkern. Dass seine Leistung unter den Tätigkeiten leidet, kann man allerdings nicht behaupten. Mit drei Toren ist er gleichauf mit Diego Zoller zweitbester Torschütze der Murianer in dieser Saison. Nur Ernes Paden hat einmal mehr getroffen. «Ich habe auch sehr viel investiert in der Vorbereitung, damit ich fit in die Saison gehe. Es ist sicher auch von Vorteil, dass ich die 1. Liga bereits kenne», sagt der ehemalige Stürmer des FC Baden. «Es ist aber besser, aufzuhören, solange ich noch einigermassen mithalten kann, als wenn es gar nicht mehr geht.»

Bleibt als Zuschauer erhalten

Dem FC Muri wird der Spieler, der im Nachwuchs des Teams Aargau ausgebildet wurde und später für den SC Schöftland und Baden gespielt hat, bevor er ins Freiamt kam, sicher fehlen. «Ich habe meinen Abgang unserem Präsidenten Michael Stadelmann, Sportchef Yanick Hofer und Trainer Piu sehr früh kommuniziert. Die Idee war, dass ich die Saison beende. Ich habe aber nach rund drei Wochen gemerkt, dass es mit dem Studium zu aufwendig wird, und gleich das Gespräch gesucht.» Immerhin konnten die Murianer so tätig werden und Ausschau nach einem Ersatz halten. Mit Rückkehrer Luigi Milicaj wurde dieser schon gefunden.

Der Goalgetter hingegen blickt freudig in Richtung Zukunft. «Vielleicht werde ich noch wehmütig, wenn mir der Fussball fehlt. Aber ich habe jetzt fast mein ganzes Leben lang immer rund 40Wochenenden im Jahr für den Sport freigehalten. Jetzt freue ich mich darauf, dass ich wieder ein bisschen mehr Zeit für mich habe. Und sei es nur, um Fussballspiele als Zuschauer zu besuchen. Beispielsweise in der Bundesliga – oder beim FC Muri.» Eine Rückkehr in den Sport schliesst er auch nicht komplett aus. Doch vorerst geht Gmürs Karriere zu Ende.

Ein positiver Abschluss als Ziel

Davor erwartet ihn und den FC Muri aber noch das Spiel gegen die U21 von Neuchâtel Xamax. Sein Ziel ist klar: «Ich möchte einen positiven Abschluss haben.» Im Hinspiel, wo Gmür gefehlt hat, ging der FC Muri zu Hause mit 0:4 unter. Allerdings täuscht die Höhe des Resultats über die Leistung hinweg. In einem knappen Duell lag Muri gegen die Neuenburger 0:1 zurück, ehe die Freiämter in der Nachspielzeit drei weitere Gegentreffer kassiert haben. «Das macht mir Mut für das Spiel. Ebenso die Tatsache, dass wir uns als Mannschaft weiterentwickelt haben in dieser Vorrunde.»

Mit diesem Optimismus geht Gmür an sein letztes Spiel heran, um dem FC Muri drei Punkte im Abstiegskampf zu sichern, bevor er Lebewohl sagt. In der Rückrunde werden die Klosterdörfler auf seine Erstligaerfahrung und seine Tore verzichten müssen.

Der Freiämter – Josip Lasic

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