Im Schnitt drei Gegentore

Goalie Maksym Parshykov ist erst 19 Jahre jung, muss aber schon ordentlich einstecken. Der FC Muri kassierte bislang 18 Gegentore ins sechs Spielen. «Das muss unbedingt besser werden. Wir dürfen nicht aufgeben», so der Ukrainer, der jetzt gegen die Thuner Zweitmannschaft seinen Kasten sauber halten will.

Stefan Sprenger

«Ehrlich. Ich weiss es nicht so genau.» Das ist die erste Reaktion von Maksym Parshykov, wenn er gefragt wird, wieso der FC Muri so viele Gegentore kassiert. 18 Stück in sechs Spielen. Der 19-Jährige stand immer 90 Minuten im Tor. Im Schnitt kriegte er drei Tore pro Spiel. Nach kurzem Überlegen findet er Antworten. «Unkonzentriertheiten. Fehler in der Verteidigung. Wir machen einige Dinge manchmal sehr gut. Plötzlich dann wiederum sehr schlecht», sagt er.

Parshykov: «Ich gebe nicht auf»

Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, kam Parshykov zum FC Wohlen. Ein junger, talentierter Goalie. Bei den Wohlern kam er zu sieben Einsätzen (Cup und Meisterschaft) und spielte nur einmal zu null. Und in dieser Saison beim FC Muri muss er sehr oft die Bälle aus dem Netz fischen. Das nagt am Selbstvertrauen. «Ich gebe nicht auf. Wir alle geben nicht auf», sagt er. FC-Muri-Trainer Luca Ferricchio sagt: «Er ist jung, hat nicht viel Erfahrung, dazu sind seine Deutschkenntnisse nicht gut. Das alles ist nicht optimal. Aber er macht seine Sache gut. Er ist ein junger Torhüter mit viel Potenzial. Er muss als Persönlichkeit aber noch wachsen.»

Wieder fehlen wichtige Spieler

Dass Muri so viele Gegentore kassiert und bislang erst zwei Unentschieden holte (1:1 gegen Wohlen und 0:0 gegen Münsingen), ist natürlich dem ganzen Team zuzuschreiben. Aber erfahrene Spieler können wohl besser mit der Situation umgehen als jüngere. Die Unsicherheit im Team muss irgendwie weichen. Am besten mit einem Erfolgserlebnis. Am besten so schnell wie möglich. Am besten gegen den nächsten Gegner, den FC Thun Berner OberlandII. Das Team startete mit Licht und Schatten in die neue Saison. Schatten bedeutet: 0:3 gegen Rotkreuz, 0:1 gegen die Black Stars, 5:2 gegen Courtételle oder 0:2 gegen Concordia Basel (letzte Woche). Licht bedeutet: 2:1 gegen Muttenz oder 4:0 gegen Münsingen. Die Murianer sind nach der heftigen 0:6-Klatsche gegen die Black Stars gewillt, eine Reaktion zu zeigen. «Gegen die Black Stars lief alles sehr schlecht. Wir wollen jetzt zeigen, was wir wirklich können», meint Goalie Parshykov (der nach wie vor in Wohlen wohnt). Wie das gehen soll, ist im Grunde genommen einfach: «Weniger Fehler. Mehr Punkte.» Gegen Thun II fehlen Trainer Ferricchio einige wichtige Spieler. Belmin Mrkonja und Marko Bicvic sind verletzt, Yannik Wiget fehlt aufgrund der Ausbildung und Ernes Paden darf gegen ThunII nicht ran, weil er als Spielerberater tätig ist. Trotzdem ist Ferricchio guter Dinge: «Die Stimmung unter der Woche war gut. Das Team will es besser machen als zuletzt. Wir müssen wieder Freude und Leichtigkeit reinbringen. Denn ohne dies geht es nicht.»

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