Eine Pleite, die wehtut

Hängende Köpfe bei der Mannschaft und ungläubige Blicke zur Anzeigetafel beim Trainer – nach dieser Niederlage überwintert der FC Muri definitiv auf dem letzten Tabellenplatz. Und dies nach einem Match, den die Freiämter eigentlich hätten gewinnen müssen.

Die Chancenauswertung schwach. Und dann kam noch Pech dazu. So verliert der FC Muri trotz aufopferungsvollem Kampf mit 2:3. Sehr zum Ärger von Trainer Piu. «Gibt es überhaupt einen Fussballgott?», fragte Piu. Sein Team hatte wiederum bis zum Schluss gefightet, war lange näher am Sieg als die Gastgeber und stand am Ende doch mit leeren Händen da. Muri war zwar die bessere Mannschaft, doch in Sachen Wille und Laufbereitschaft zeigte der FC Münsingen eine starke Leistung, das musste auch Trainer Piu eingestehen.

Trotzdem haderte er noch lange nach dem Schlusspfiff mit der Szene in der 87. Minute, die sein Team um den verdienten Punktgewinn brachte. «Von hundert Bällen geht einer so rein. Da kann ich niemandem einen Vorwurf machen und es tut mir sehr leid für die Spieler, dass sie sich heute nicht belohnen konnten.»

Zu Beginn hatte es die Murianer Offensive in der Hand, das Spiel in ruhigere Bahnen zu lenken. Denn schon der erste Angriff in der 3. Minute sprang an den Pfosten. Besser machte es kurze Zeit später das Heimteam: Der Ball landete auf Umwegen bei Münsingens Fryand, der seine Farben mit einem satten Flachschuss in Führung brachte (6.).

Tor Muri – und gleich wieder ein Gegentreffer

Davon weitgehend unbeeindruckt, spielte der FC Muri weiter sein gewohntes Spiel. Nach 16 Minuten drückte Miguel Ferreira einen Flankenball zum 1:1 über die Linie. Allerdings währte die Freude nur kurz, denn mit dem ersten Angriff nach dem Wiederanpfiff gelang dem FC Münsingen die erneute Führung, die sowohl bei Spielern als auch beim Staff für sicht- und hörbaren Frust sorgte. «Das ist ganz schlecht für die Moral, wenn Erfolge so leichtfertig wieder aus der Hand gegeben werden», analysiert der Coach diese Schlüsselszene. Danach war der Faden ziemlich gerissen und Chancen auf beiden Seiten blieben bis zum Pausenpfiff Mangelware.

Fast schon in gewohnter Manier kamen die Murianer konzentriert auf den Platz zurück und spielten die Angriffe nun wieder konsequenter zu Ende, wobei die Stürmer auch an diesem Tag weitgehend glücklos agierten und trotz grossem Engagement nichts Zählbares zustande brachten. So war es denn mit Jan Burkard ein Verteidiger, der in der 57. Minute nach einem Corner den Ball unhaltbar ablenkte und zum 2:2 für Muri ausgleichen konnte.

Es war nun spürbar, dass etwas drin lag fürs Gästeteam, das sich weitere Chancen erarbeitete – aber alle ungenutzt liess. Dies sollte sich am Ende rächen. Ein vermeintlich harmloser Flankenball in der 87. Minute wurde zur Vorlage für Innenverteidiger Moser, der an der Strafraumgrenze zum Kopfball ansetzte und Torhüter Yanick Hofer mit einem fiesen Bogenball und einer schönen Portion Glück zum Entsetzen der Murianer Bank zum dritten Mal bezwingen konnte. 2:3-Pleite. «Diese Niederlage ist noch bitterer als letzte Woche zu Hause. Heute hatten wir genügend Möglichkeiten, damit es auf diese Szene am Schluss gar nicht mehr drauf angekommen wäre. Es ärgert mich extrem, dass wir den Sack nicht zumachen konnten und keine Punkte mit nach Hause nehmen», so Piu. Und auch der Blick nach vorne verheisst nichts Gutes: Beim Rückrundenstart nächste Woche fehlen mit Diego Zoller (abwesend), Jan Burkard (gesperrt) und Ernes Paden (verletzt) drei weitere wichtige Spieler. «Danach bin ich nur noch froh, dass Winterpause ist und wir uns hoffentlich an der einen oder anderen Stelle verstärken und dann im Frühling wieder mit neuen Kräften angreifen können.»

Der Freiämter – Patrick Fischer

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