Aufsteiger war zu stark

Meisterschaft, 2. Liga Interregional

Rotkreuz vs. Muri 6-2 (2-0)

Der FC Muri verliert beim ungeschlagenen Spitzenreiter Rotkreuz mit 6:2 und hat drei Runden vor Schluss drei Punkte Vorsprung auf Verfolger Dietikon. Dieser wird am 11. Juni beim letzten Spiel der Saison der Gegner der Freiämter sein – es dürfte im Stadion Brühl somit wohl zur Finalissima um den zweiten Aufstiegsplatz kommen.

«Man muss gar nicht gross diskutieren heute, sie waren einfach besser als wir», gab Muri-Trainer Piu nach Spielschluss unumwunden zu. «Der Gegner war wirklich stark, aber wir haben es ihnen heute auch sehr einfach gemacht», analysiert er die deutlichste Pleite seines Teams seit Langem. Tatsächlich tauchten die Stürmer der Gastgeber allzu häufig allein vor Torwart Yannick Hofer auf. Zweimal war er absolut chancenlos, zumal ihn seine Hinterleute teilweise arg im Stich liessen und zu weit weg von den Angreifern standen.

Fehlende Durchschlagskraft

Gegen eine so starke Offensive wog die Absenz diverser Stammspieler schwer, und so waren die Murianer mit dem 2:0-Pausenstand noch gut bedient. Zwar erarbeiteten sie sich ebenfalls ein paar Chancen, doch es fehlte der Freiämter Offensive an diesem Tag an Durchschlagskraft und Präzision – und irgendwie auch am nötigen Glück.

Kurze Hoffnung auf eine Wende

Wie schon in den letzten Spielen starteten die Murianer sehr konzentriert in die zweite Spielhälfte. Mit erhöhter Laufbereitschaft im Mittelfeld gelang es ihnen, die bis dahin sehr stabile Rotkreuzer Defensive vermehrt in Bedrängnis zu bringen. Mit einer herrlichen Kombination aus der eigenen Abwehr heraus erzielten die Gäste in der 50. Minute durch Gmür den verdienten Anschlusstreffer. Dies war der einzige Moment im Spiel, wo das Momentum hätte kippen können, doch es kam anders: Keine 60 Sekunden später zappelte der Ball bereits wieder im Netz der Klosterdörfler und der Zwei-Tore-Rückstand war erneut Tatsache.

Dies war denn auch die Vorentscheidung in diesem Spiel, da inzwischen auch die warmen Temperaturen ihren Tribut forderten. Die Intensität auf dem Platz liess merklich nach und die Räume wurden grösser, was vor allem dem technisch überdurchschnittlich versierten Heimteam entgegenkam. Wieder und wieder spielten sich die Rotkreuzer bis zur Grundlinie durch, doch es schwanden auch ihre Kräfte und nicht alle Angriffe fanden den Weg aufs Tor. Dreimal konnten sie dennoch jubeln, und auch wenn die Murianer zwischenzeitlich nochmals verkürzen und auch noch einen Penalty herausholen konnten (den Captain Michi Hohl verschoss), am Ende setzte es für den FC Muri eine diskussionslose 2:6-Pleite ab. «Wir müssen nun das Positive suchen und uns auf die nächsten Spiele konzentrieren», meint Trainer Piu im Hinblick auf den Saisonfinal. «Zwei Tore gegen einen solch starken Gegner zu schiessen, ist nicht schlecht, und wichtige Spieler kehren ebenfalls wieder zur Mannschaft zurück.» Bereits am nächsten Samstag kommt mit dem FC Schöftland ein weiterer Aufstiegsaspirant nach Muri – nicht viel Zeit also, um die Köpfe der Mannschaft freizubekommen…

Der Freiämter

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