Alles im Griff und doch kein Sieg

Meisterschaft, 2. Liga interregional

Muri - Grenchen 1-1 (1-0)

Der FC Muri erreicht nach drei Siegen in Serie gegen Grenchen ein Unentschieden. Und das, obwohl das Team von Trainer Piu den Sieg verdient gehabt hätte.

Der FC Muri hatte gegen die Gäste aus Grenchen alles im Griff und ging bereits nach 12 Minuten durch Diego Zoller in Führung. Danach erarbeiteten sie sich zwar nicht hochkarätige Chancen im Minutentakt, aber die Grenchner kamen praktisch nie gefährlich vor das Gehäuse von Muri-Keeper Yanick Hofer. Und was auf seinen Kasten kam, räumte der Hüne sicher weg. Seine Vorderleute verpassten es jedoch, mindestens einen oder gar zwei Treffer nachzulegen – und so den vierten Sieg in Serie zu landen.

So kam es, wie es kommen musste. Sechs Minuten vor dem Ende lancierten die Grenchner einen Konter und zu allem Unglück wurde der Ball auch noch abgefälscht und landete in den Maschen. Die Murianer schleichten mit hängenden Köpfen vom Feld. Es war zwar keine Niederlage, nach drei Siegen in Folge und einem starken Auftritt gegen Grenchen fühlte sich diese Punkteteilung aber wie eine Pleite an.

Zu wenig rausgeholt

Muri war in jeder Hinsicht besser, läuferisch, technisch, taktisch und auch auf den einzelnen Positionen. Nur erarbeiteten sie sich aufgrund dieser Überlegenheit deutlich zu wenig Chancen und diese blieben allesamt ungenutzt.

Neben dem Punktverlust schmerzt auch der Ausfall von Basil Gmür. Er musste sich bereits nach 36 Minuten auswechseln lassen. Wieder mit muskulären Problemen. «Ich hatte nie so etwas», meinte der langjährige Badener. «Doch jetzt schon dreimal in den letzten zwei Jahren», ärgert sich der Blondschopf. Die Murianer müssen ohnehin schon zahlreiche Ausfälle kompensieren und hoffen natürlich, dass einer ihrer Routiniers bald zurückkommen wird.

Zwei Derbys stehen an für Muri

Denn es stehen gleich zwei Derbys auf dem Programm: Zuerst das emotional natürlich deutlich «heissere» Duell gegen Mutschellen (nächsten Samstag, Burkertsmatt, 16 Uhr). Dabei könnte es auch noch zu einem brisanten Bruderduell kommen. Muris Spielerpräsident Michael Stadelmann lief sich zwar lange ein, griff aber gegen Grenchen nicht ein. Doch vielleicht kommt er im Duell gegen seinen Bruder Nico Stadelmann zum Einsatz. Ganz zu schweigen von den beiden Freunden Piu bei Muri und Sergio Colacino bei Mutschellen, die früher gemeinsam spielten und dann auf der Burkersmatt trainierten. Im nächsten Spiel wollen beide die Punkte einfahren.

Danach folgt ein weiteres Kantonsduell gegen Klingnau, welches sich für die Freiämter jedoch weniger wie ein Derby anfühlt.

«Wir haben einmal nicht aufgepasst und der abgefälschte Ball war drin», brachte es Muris Trainer Piu kurz und treffend auf den Punkt. «Wir hatten alles im Griff, das sind natürlich zwei verlorene Punkte», ist sich der Freiamt-Brasilianer bewusst. «Wir haben es einfach nicht fertig gespielt, die letzten ein, zwei Pässe waren zu unpräzise», fasst es der frühere Goalgetter prägnant zusammen. Muri dominierte, spielte teilweise aber zu kompliziert, und beim letzten Pass sowie den Abschlüssen fehlte manchmal die letzte Konsequenz. Piu wird alles daran setzen, dass dies im Duell gegen seine alten Freunde vom FC Mutschellen nicht der Fall sein wird und die Klosterdörfler zurück auf die Siegesstrasse finden.

Der Freiämter – Alexander Wagner

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